Anti-Piraterie-Anwalt bekennt sich in anrüchigem Honeypot-Fall schuldig

Abmahnanwälte haben nicht den besten Ruf. Das liegt natürlich an ihrem Geschäftsmodell. Denn um die Copyrights und das Wohlergehen der Künstler und sonstiger Urheber geht es ihnen nie. Stattdessen wollen sie zumeist Filesharer einschüchtern und ihnen möglichst viel Geld aus der Tasche ziehen, um die eigene zu füllen.

Die Grenze zwischen mehr oder weniger legitimen Abmahnanwälten und Betrügern bzw. Copyright-Trollen ist fließend, doch häufig fanden sich diese auf der falschen Seite des Gesetzes wieder. Die vermutlich bekannteste Abmahnkanzlei der Welt war Prenda Law. Die nicht mehr existierende Anwaltsfirma machte sich einen Namen durch Abmahnungen im Zusammenhang mit Pornografie, hier spielte natürlich auch der Schamfaktor eine entscheidende Rolle.

Honigtöpfe

Einer der drei Partner von Prenda Law, Paul Hansmeier, muss sich nun vor Gericht für die Praktiken seiner Firma verantworten, wie TorrentFreak berichtet. Aktuell geht es um so genannte Honeypots, also bewusst platzierte Dateien, die wiederum die Basis für Klagen und Abmahnungen darstellten. Prenda hat seinerzeit nämlich eigene Torrents auf The Pirate Bay platziert und deren Downloader dann verklagt.

Die Vorwürfe wiegen schwer, denn die Anwälte werden unter anderem der Geldwäsche, des Meineids und Betrugs beschuldigt. Hansmeier hat sich in zwei Fällen schuldig bekannt und Geldwäsche und Betrug zugegeben.

In seinem Deal beschreibt Hansmeier auch genau, wie der "Honigtopf" funktioniert hat und wie man mehrere Millionen Dollar machen konnte, indem man BitTorrent-Nutzern gedroht hat, die vermeintlich illegal kopierte Pornovideos heruntergeladen haben.

Beide derzeit angeklagten Anwälte haben versucht, ihre Identitäten über mehrere Briefkastenfirmen zu verstecken. Prenda ist sogar so weit gegangen, dass man eigene erotische "Werke" drehen hat lassen, um sie dann für Klagen einsetzen zu können. Beiden Angeklagten drohen hohe Geldstrafen und bis zu 20 Jahre Haft. Patente, Patenttroll, Troll

Quelle: http://winfuture.de/news,104660.html

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