Widerlegung der Astrologie

Astrologie ist die älteste Wissenschaft Astrologen berufen sich immer wieder darauf, die „älteste Wissenschaft“ der Welt zu vertreten.

In Wirklichkeit ist die Astrologie die einzige einstige Wissenschaft, die wissenschaftlich widerlegt wurde.

Widerlegung durch Newton bereits im 17. Jahrhundert

Das Weltbild der Astrologie geht davon aus, dass die Sterne, die sich um die Erde drehen, die Geschicke der Menschen bestimmen. Diese Vorstellung geht von einem geozentrischen Weltbild aus, das bereits von Galileo Galilei nachweislich widerlegt wurde. Im 17. Jahrhundert konnte Isaac Newton diese Widerlegung mit seiner Gravitationstheorie weiter stärken. Danach gibt es nirgendwo im Universum einen Mittelpunkt, sondern alle Sonnen und Planeten bewegen sich in einem eigenen Verhältnis der Anziehung und Abstoßung zueinander. Die einzigen Gravitationskräfte, die so stark sind, dass sie sich eventuell auch in irgendeiner Form auf den Menschen auswirken können, stammen von Sonne und Mond. Die Gravitationsenergie von anderen Planeten oder gar Sternen (also anderen Sonnen) ist auf der Erde gar nicht mehr nachweisbar und kann daher aus rein physikalischen Gründen keine Wirkung auf den Menschen haben. (siehe Wikipedia / Astrologie)

Die Astrologie und ihre Widerlegung

Es gibt wohl kaum einen lebenden Naturwissenschaftler, der nicht bereit wäre, die Astrologie hinsichtlich ihres wissenschaftlichen Wertes mit dem Terminus "Unfug" zu belegen und dieses Urteil auch öffentlich kundzutun. Dennoch erfreut sich die Astrologie heute des Wohlwollens nicht nur breitester Bevölkerungsschichten, sondern mitunter sogar auch wissenschaftlich gebildeter Personen. Das ist um so verwunderlicher, als ja gerade in unserem Zeitalter die Naturwissenschaft die führende geistige Rolle in der Kultur der Menschheit übernommen bat, und auch viele wichtige Religionen (z. B. das Christentum) die Astrologie ausdrücklich ablehnen. Während jedoch die Ursache für die bemerkenswerte Zählebigkeit des anachronistischen Phänomens Astrologie ein Problem darstellt, dessen Lösung vor allem Aufgabe des Psychologen und Sozialwissenschaftlers ist, wird die Bitte um wissenschaftliche Zurückweisung astrologischen Gedankengutes in erster Linie an den Astronomen herangetragen. Von Zeit zu Zeit werden dann beschwörende Resolutionen formuliert (etwa des Inhalts, daß die Astrologie ein Relikt des magischen Weltbildes und deshalb eines aufgeklärten Menschen unwürdig sei) und von einigen hundert mehr oder weniger berühmten Gelehrten unterschrieben. wissenbloggt.de/?p=5345

Wahrsagercheck 2017: Wieder kein Weltuntergang

Ende des Jahres ist Zeit Bilanz zu ziehen. Das bedeutet eben auch zu gucken: Ist die Welt nun untergegangen oder nicht? Schließlich wurde das für 2017 ganze vier Mal prophezeit. Jedes Jahr bringt die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften dazu ihren Wahrsagercheck heraus. Wären die Vorhersagen der kanadischen Wahrsagerin Nikki Pezaro wahrgeworden, das Jahr 2017 wäre tierisch unangenehm gewesen: Sie sah kannibalische Pandabären, eine Invasion riesiger Marienkäfer und Menschen, die überall auf der Welt von aggressiven Eichhörnchen angefallen werden. Die Vorhersagen waren nicht nur falsch, sie waren zum Teil biologisch sogar völlig unmöglich, erzählt der Mathematiker Michael Kunkel von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), der den Wahrsagercheck erstellt hat:
mdr.de/.../parawissenschaften-weltuntergang-100

Werkzeuge zur Erkennung von Unsinn nach Carl Sagan

Gewagte Behauptungen sind der Hauptinhalt von Astrologie und esoterischen Heilslehren, wie z.B.:
  • Der Stand der Sterne bestimmt deine Lebensumstände.
  • 2012 geht die Welt unter, weissagt der Kalender der Maya.
  • Wer seinem Vater Gewalt und Missbrauch verzeiht, wird psychisch gesund. (B. Hellinger)

Als wissenschaftlicher Laie hört man sich diesen Unsinn oft schulterzuckend an. Und mancher ist allzu schnell dazu verleitet, gewagten Thesen einen gewissen Wahrheitsgehalt zuzugestehen. Doch solche Reaktionen sind ungefähr und ziemlich aus dem Bauch heraus.

Der Astronom Carl Sagan, selbst ein leidenschaftlicher Sternenforscher, hat sich zeitlebens für die Widerlegung der Astrologie und anderer Parawissenschaften eingesetzt. Er hat auch ein praktikables Werkzeug zur Erkennung von Unsinn geschnürt. Mit den zehn Fragen des „Baloney Detection Kit“ kommt man jedem Hokuspokus auf die Schliche und kann ihn mit gutem Gewissen und Gefühl in die Quatschtonne fallen lassen.

Hier die zehn Fragen zur Erkennung von Unsinn:

  1. Wie zuverlässig ist die Quelle der Behauptung?
    Kann diese Quelle wirklich eine neutrale Stellung zu den Ergebnissen ihrer Forschung einnehmen.
  2. Stammen aus der Quelle noch weitere ähnliche Behauptungen?
    Wer z.B. viele sensationelle Entdeckungen im Bereich überirdischer Kräfte macht, geht mit der Beweisführung in der Regel auch ziemlich schlampig um. Anstelle einer faktengesicherten Begründung sorgt er dafür, dass sich den Lesern der Kopf dreht.
  3. Wurden diese Behauptungen schon von jemandem anderen bestätigt?
    Hat jemand anderes überhaupt die Möglichkeit, mit den vorhandenen Daten die Beweisführung zu wiederholen?
  4. Passt die Behauptung zum herkömmlichen Lauf der Dinge?
    Wenn nicht, dann sollten wir wirklich sehr schlagkräftige und nachvollziehbare Beweise verlangen, bevor wir unser bisheriges Weltbild revidieren.
  5. Hat schon jemand versucht, die Behauptung zu widerlegen?
    Bzw.: Welche Argumente bzw. Tatsachen könnten die Behauptung widerlegen?
  6. Was ist der ausschlaggebende Beweis?
    Im Vergleich zu allen möglichen Behauptungen zum selben Thema braucht es einen klaren, nachvollziehbaren Fakt, der die Richtigkeit einer These beweist.
  7. Hält sich derjenige, der die These vertritt, an die Regeln der Wissenschaft?
    Führten wirklich Experimente und wissenschaftliche Untersuchungen zu der Behauptung, und sind diese Forschungen für andere nachvollziehbar?
  8. Stellt der Vertreter der These positives Beweismaterial zur Verfügung?
    Viele gewagte Thesen werden ausschließlich durch negatives Beweismaterial gestützt, wie z.B. Spuren der Verheimlichung durch die C.I.A. oder Erdlöcher, in denen sich angeblich UFO’s befanden, die sich jedoch inzwischen aufgelöst haben. Ohne positives Beweismaterial sind solche negativen Beweise wertlos.
  9. Kann eine neue Theorie all die Phänomene erklären, die von den bisherigen Theorien bereits erklärt wurden?
    Manche Behauptungen geben vor, durch die Entdeckung eines Phänomens eine alte Theorie aus den Angeln zu heben. Die Frage ist: Hat diese neue Theorie auch Erklärungen für alle anderen Phänomene, die von der alten bisher wissenschaftlich erforscht waren.
  10. Ist die Behauptung von persönlichen Überzeugungen gefärbt?
    Wissenschaft wird von Menschen gemacht und es ist zutiefst menschlich einer bestimmten Denk- oder politischen Richtung anzugehören. In der Darstellung von Forschungsergebnissen kann es daher schnell zu Verzerrungen kommen, weshalb es ratsam ist, immer wieder die puren Fakten nachzufragen.

Zusatz der Redaktion:

In besonderem Maße sollten an diesem Punkt auch finanzielle Vorteile hinterfragt werden. Im Falle der Astrologie kann diese Frage viel Aufklärung bringen: Wer verdient daran, dass Menschen an die Schicksalsmacht der Sternenkonstellationen glauben?
Eine ausführliche Erläuterung des Baloney Detection Kits findet sich in englischer Sprache auf youtube

Widerlegung durch Argumente

Werkzeug 5 zur Erkennung von Unsinn, kann ein sehr effektives und einfaches Mittel sein, um den Glauben an irgendeinen Quatsch zu zerstören. So lassen sich gewagte Thesen oftmals an ihren eigenen Behauptungen der Lüge überführen. Der bereits erwähnte Astronom und Schriftsteller Carl Sagan hat auf diese Weise zum Beispiel eine erschlagende Argumentation zur Widerlegung der Behauptung des „Channeling“ gefunden. Also der Behauptung sogenannter Medien, sie könnten Kontakt mit Verstorbenen aufnehmen.

Zitat von Carl Sagan:

Ich frage mich, wie es sein kann, dass die Channel-Medien uns niemals Informationen liefern, die man auf keine andere Weise bekommen könnte. Warum kann uns Alexander der Große über ein Medium niemals erzählen, wo genau sich sein Grab befindet. Fermat könnte uns seine letzte Theorie erklären, John Wilkes Booth über die Hintergründe seines Attentates auf Lincoln berichten und Hermann Göring über den Reichstagsbrand. Warum können Sophokles und Demokrit nicht ihre verschollenen Bücher diktieren? Haben sie nicht den Wunsch, dass spätere Generationen Zugang zu ihren Meisterwerken bekommen?

Wer sich im skeptischen Denken üben möchte, hat mit Carl Sagan einen hoch-intelligenten und humorvollen Lehrer gefunden. Sein Buch „Der Drachen in der Garage“ wird sehr ausführlich von dem Astronom Florian Freistetter auf dem Portal „Scienceblogs“ rezensiert. Hier lang geht’s zum Weiterlesen:
http://www.scienceblogs.de

Oder man bestellt es gleich direkt bei Amazon:
http://www.amazon.de/Drache-meiner-Garage-Wissenschaft-entlarven

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